Blumentopf gewinnen

Woher stammt die Redewendung "(k)einen Blumentopf gewinnen können" bzw. "Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen"? Diese etymologische Frage stellen sich Gewinner und Versager gleichermaßen.
Die beiden gängisten Erklärungen werden hier kurz dargestellt.

1. Es geht gar nicht um Blumen, Töpfe oder Blumentöpfe, sondern das Sprichwort leitet sich von den althochdeutschenen Wörtern "bluoten" (bluten) und "offer" (Opfer) ab, was soviel bedeutet, wie "ein Blutopfer bringen", genauer gesagt mit dem eigenen Blut bzw. dem eines nahen Verwandten. Die ursprüngliche Bedeutung war demnach, dass man in einer Situation auch nicht mehr gewinnen kann, wenn man einschneidende persönliche Opfer bringt.

2. Etwas unwahrscheinlicher ist die folgende Theorie, da sie sich eigentlich durch Zeitzeugnisse beweisen lassen müssen könnte: Es soll nämlich erst in etwas jüngerer Zeit aus England übernommen worden sein und sich auf ein tatsächlich so Ende des 19. Jahrhunderts stattgefundenes Preisausschreiben eines großen Kaufhauses in London zurückführen lassen. Bei diesem wurde jedem Teilnehmer der Verlosung, der keinen der Hauptgewinne gezogen hat, als Trostpreis ein Blumentopf versprochen. Es nahmen mehr Menschen als erwartet teil, wodurch schließlich keine Töpfe mehr übrig waren. Einer der Teilnehmer soll darüber sogar so sehr erbost gewesen sein, dass es zu einem Rechtsstreit kam.
Wie gesagt, klingt diese Theorie eher nach Legende, falls aber jemand Belege für diesen Hergang hat, soll er sich gerne bei uns melden.

Und wem es zu anstrengend ist, einen Blumentopf zu gewinnen, der kann ja immer noch einen Blumentopf kaufen.